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Arzneimittelnews



Ausgabe Januar 2009

Mehr Transparenz
Arzneimittelstudien kommen in öffentliches Register


In den USA wurde 2007 ein Gesetz verabschiedet, demzufolge ab dem 27.9.2008 die Ergebnisse aller Studien, die der Zulassung eines Arzneimittels in den USA dienen sollen, in einem öffentlichen Register hinterlegt werden müssen - ab 2009 inklusive der unerwünschten Wirkungen. Erstmals können damit wichtige Informationen zu Studien im Internet abgerufen werden und es wird schwerer sein, unvorteilhafte Ergebnisse zu verbergen. Obwohl den medizinischen Fachjournalen damit eine Konkurrenz erwächst, hat BMJ das US-Gesetz ausdrücklich begrüßt. PLoS Medicine schloss sich dem an, und andere Zeitschriften werden folgen. Über die Konsequenzen lesen Sie mehr unter weiterlesen 

Studien veröffentlichen, Pharma-Brief 2008, Nr. 8, S. 6-7 



  

Mediterrane Diät schützt vor Diabetes
Richtige Ernährung ist nützlich

 

Drei neuere Studien weisen darauf hin, dass die mediterrane Ernährung, die u.a. wenig tierische Fette, aber viel Gemüse und Ballaststoffen enthält, nicht nur hinsichtlich arteriosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankungen protektiv wirkt. Auch Diabetes mellitus Typ 2 tritt seltener auf und ist leichter zu behandeln. Bei Patienten ohne Diabetes, die nach einem Myokardinfarkt mehrere Jahre lang unter Beobachtung standen, kam es zu weniger Neuerkrankungen. In einer Studie mit mehr als 13 000 Universitätsabsolventen wurden Ernährung und das Neuauftreten von Diabetes korreliert. Hier ergaben sich ebenfalls Hinweise auf die Schutzwirkung der mediterranen Diät. Weitere Details unter weiterlesen  

Mediterrane Diät und Diabetes-Prävention, DER ARZNEIMITTELBRIEF 2008, Bd. 42, Nr. 11, S. 90-91

 

Chronischer Juckreiz
Abklärung der Ursache besonders wichtig


Vermutlich leidet hierzulande jeder Zehnte unter chronischem Juckreiz. Exakte Studien fehlen, obwohl viele Ärzte in ihrer täglichen Praxis mit dem Problem zu tun haben. Ältere Menschen über 65 Jahren sind besonders häufig betroffen. Mit mehr als 85 Jahren leidet jeder Fünfte an Pruritus. Die Ursachen sind vielfältig, denn es können bei generalisiertem Pruritus z.B. ein Zuviel an Duschen, dermatologische und internistische Erkrankungen sowie Medikamente - etwa die überflüssige Infusion von Hydroxyethylstärke bei Tinnitus oder Hörsturz - der Auslöser sein. Nicht zu vernachlässigen sind die psychischen Faktoren bei Juckreiz. Wie im Einzelfall die Therapie aussehen kann, weiterlesen 

Differenzierte Behandlung bei chronischem Juckreiz, Arzneiverordnung in der Praxis 2008, Bd. 35, Nr. 6, S. 115-116 

 

Off-Label-Use
Von Nutzen und Risiken, wenn Patienten mit Arzneimitteln
„abseits der Indikation“ behandelt werden

 

Weil Arzneimittelstudien mit Kindern aufwändig und bisher rar sind, erhalten junge Patienten besonders häufig Medikamente, die für sie nicht zugelassen sind. Auch in der Onkologie ist der so genannte Off-Label-Use von Arzneimitteln hoch. Zuverlässige Zahlen für die Fachdisziplinen fehlen hierzulande. In den USA erfolgt jede fünfte ambulante Verordnung außerhalb der Zulassung; vor allem bei den Wirkstoffklassen Antipsychotika, Antikonvulsiva und Antibiotika. Nicht jede Off-Label-Verordnung ist unberechtigt, doch es gibt viele gute Gründe, warum sie die Ausnahme bleiben sollte. Weshalb der Trend in die entgegengesetzte Richtung geht und was dagegen zu tun ist, lesen Sie ausführlich unter weiterlesen 

Off-Label-Use von Arzneimitteln: Hintergründe und Lösungsansätze eines vielschichtigen Problems,
DER ARZNEIMITTELBRIEF 2008, Bd. 42; Nr. 11, S. 81-86

 

Zuckerkranke können von Cholesterinsenkung profitieren
Kein Unterschied zwischen Nicht-Diabetikern und Diabetikern

 

Weltweit leiden etwa 170 Millionen Menschen an Diabetes mellitus. Und es werden immer mehr. Eine  neue Metaanalyse zeigt nun, dass Zuckerkranken eine Statin-Therapie zugute kommt - unabhängig vom Typ des Diabetes, vom Alter und vom Geschlecht des Patienten. Die Einnahme eines CSE-Hemmers verringert die Häufigkeit von Herzinfarkten, Schlaganfällen und anderen schwerwiegenden kardiovaskulären Problemen. Für den Behandlungseffekt entscheidend ist neben dem individuellen vaskulären Risiko das Ausmaß der erreichten Cholesterin-Senkung unabhängig vom Ausgangswert. Mehr dazu, und warum die Therapiekosten sich auszahlen, weiterlesen

Der Nutzen der Cholesterinsenkung bei Diabetes, Arzneiverordnung in der Praxis 2008, Bd. 35, Nr. 6, S. 120 

 

Protonenpumpen-Hemmer
Warum Magensäureblocker nicht leichtfertig eingenommen werden sollen
 

Protonenpumpen-Hemmer (PPI) gehören weltweit zu den am häufigsten verordneten Arzneimitteln. In den USA gibt es Omeprazol sogar im Supermarkt, bei uns bekanntlich nur in der Apotheke und nur auf Rezept. Viele Menschen tendieren dazu „ihren“ Säureblocker vorsorglich einzunehmen, und manche Ärzte verordnen das an sich nützliche Mittel gegen heftiges Sodbrennen und bei Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren zu oft und zu lange. Dabei birgt besonders die Langzeiteinnahme Risiken, weil die Säureproduktion erheblich reduziert wird. Warum sich das z.B. auf die Knochenstabilität ungünstig auswirken kann, weiterlesen 

Zu viel des Guten, Gute Pillen – Schlechte Pillen 2008, Nr. 6, S. 3-4